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Jul.´17

BHG-Urteil: Wohnfläche kann nicht einfach bestritten werden

Der Bundesgerichtshof (BGH) entschied in einem Urteil vom 31.05.2017, dass Mieter konkrete Angaben machten müssen, wenn sie die Angabe der Wohnfläche durch den Vermieter nicht akzeptieren wollen. Laut BGH reicht es nicht aus, die Wohnfläche lediglich zu bestreiten.

Im vorliegenden Fall hatte ein Vermieter die Zustimmung seines Mieters zu einer Mieterhöhung verlangt. Im Mietvertrag war eine bestimmte Wohnfläche nicht vereinbart. Die vom Vermieter in dem Mieterhöhungsverlangen angegebene Wohnfläche von 92,54 qm ist den bisherigen Nebenkostenabrechnungen zugrunde gelegt worden. Der Mieter bezweifelte die angegebene Wohnfläche und verlangte einen geeigneten Nachweis des Vermieters zur Größe der Wohnung.

Der BGH stimmte nunmehr dem Vermieter zu. Ein reines Bestreiten der Wohnflächenangabe ist laut BGH nicht möglich. Dem Mieter ist es in aller Regel selbst möglich, die Wohnfläche der gemieteten Wohnung überschlägig zu vermessen und seinerseits einen bestimmten abweichenden Flächenwert vorzutragen.

Quelle: BGH-Urteil vom 31.05.2017, AZ VIII ZR 181/16

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