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01
Sep.´16

Bundeskabinett macht Sachkundenachweis für Makler und Verwalter zur Pflicht

Künftiger Sachkundenachweis

Lange hatten Politik und Verbände darüber diskutiert, jetzt soll er Realität werden: der verpflichtende Sachkundenachweis für Immobilienmakler und Wohnungseigentumsverwalter. Das Bundeskabinett beschloss heute einen entsprechenden Gesetzentwurf aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Demnach müssen Makler  und Verwalter künftig den Sachkundenachweis vorlegen, bevor sie eine Gewerbeerlaubnis beantragen. Erhalten werden sie diesen künftig nach einer Prüfung bei der Industrie- und Handelskammer, bei der sie ihre fachliche Eignung nachweisen müssen.

Im Vorfeld wurde zudem eine verpflichtende Berufshaftpflichtversicherung für Immobilienmakler diskutiert – diese ist im aktuellen Gesetzentwurf allerdings nur noch für Verwalter, nicht mehr jedoch für Makler vorgesehen.

Sonderregelung für Makler mit Berufserfahrung

Für Makler, die noch nicht lange im Geschäft sind, bedeutet das Gesetz, dass sie ihren Sachkundenachweis nachreichen müssen – und zwar innerhalb eines Jahres nach Inkrafttreten. Eine Sonderregelung gibt es jedoch für alle Makler und Verwalter, die ihren Beruf schon mindestens sechs Jahre ununterbrochen ausüben – sie benötigen auch in Zukunft keinen Sachkundenachweis.

Mit dem Gesetz will die Bundesregierung laut Pressemitteilung die „Qualität der von Wohnungseigentumsverwaltern und Immobilienmaklern erbrachten Dienstleistungen“ verbessern. Wann das Gesetz in Kraft treten soll, ist bislang nicht bekannt – es muss noch vom Bundestag beschlossen werden. Der Dachverband Deutscher Immobilienverwalter (DDIV) rechnet damit, dass dies Ende 2017 der Fall sein wird.

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